Kreativität trifft Kritik: Die Kunstausstellung auf dem Kulturabend 2026
Der diesjährige Kulturabend verwandelte unsere Schule in einen lebendigen Ort der Kunst und des gesellschaftlichen Diskurses. Besonders die Q1-Grundkurse von Frau Kansy und Herrn Schattka beeindruckten mit einem ambitionierten Projekt: Inspiriert von der Ausstellung „Listen to the echo“ des Künstlers William Kentridge erstellten sie Stop-Motion-Filme aus Kohlezeichnungen. Die Themenauswahl war ihnen freigestellt.
Kunst als Sprachrohr
In Kleingruppen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler eigenständig Storyboards und vertieften sich in komplexe, oft politische Themen. Die Filme dienten dabei als Medium, um eine klare Haltung zu aktuellen Herausforderungen zu beziehen:
- „Kämpfe für den Frieden“ thematisierte die Schrecken des Krieges.
- „You are heard“ setzte ein starkes Zeichen für weltweite Frauenrechte.
- Weitere Kurzfilme kritisierten das Gesundheitssystem, Massentierhaltung („Sin“), Korruption und den Klimawandel.
In der Vielfältigkeit der kreativen Werke lässt sich eine Tendenz erkennen: In ihrer Freiheit der Themenwahl entschieden sich die jungen Künstler, über globale Probleme nicht zu schweigen. Stattdessen widmeten viele von ihnen ihre Stimme denen, denen sie fehlt. Sie manifestieren ihre Sorgen und Gedanken in Kunst.
Neben den Filmen bot die Ausstellung eine breite Palette weiterer Werke:
- EF: Hannah beeindruckte mit ihrer Skulptur „Die blutende Erde“, die symbolisch auf Kriege, Klimawandel und den steigenden Meeresspiegel aufmerksam macht. „Der Krieg ist übergreifend und nicht territorial, und die Erde ist am Überlaufen“, erklärte dazu die Schülerin.
- Jahrgang 10: Während der Kurs 10c individuelle architektonische Visionen präsentierte – darunter Constantins modernes Blockhaus –, entwarf die 10b innovative Konzepte für unser eigenes Schulgebäude.
- Q2: Der Kunst-LK rundete die Ausstellung mit professionell gestalteten Plakaten ab.
Stolze Lehrende, starke Gemeinschaft
Die Begeisterung der Lehrkräfte war deutlich spürbar. Frau Kansy, von ihrem Kurs liebevoll „Mama der Stufe“ genannt, betonte: „Ich habe den besten Job der Welt, weil ich sehe, wie Schülerinnen und Schüler aus einer kleinen Idee etwas richtig Großartiges schaffen können. Es ist schön zu sehen, wie sie über sich hinauswachsen können und sich die Kunst zu eigen machen, um das zu zeigen. Ich bin unfassbar stolz auf meinen Kurs!!!“ Auch Herr Schattka sprach von einer „Meisterleistung“ und war sichtlich stolz auf die Ergebnisse.
Was uns der Kulturabend 2026 auf jeden Fall gezeigt hat, waren Menschen, die in ihren Projekten durch ein gemeinsames Ziel verbunden waren. Projekte und kulturelle Veranstaltungen wie diese bringen unsere Schulgemeinschaft zusammen und beweisen: Freie Bildung schafft engagierte Schüler.
von Anastasiia Hurska (EF) für die Schülerredaktion